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28. Mai 2026

PiTiPS beim BMFTR-Abschlusstreffen in Berlin vorgestellt

Am 28. April 2026 fand in den Design Offices am Humboldthafen in Berlin das Abschlusstreffen der BMFTR-Bekanntmachung „Technologiegestützte Innovationen für Sorgegemeinschaften zur Verbesserung von Lebensqualität und Gesundheit informell Pflegender“ statt. Auch das Projekt PiTiPS war vertreten und stellte zentrale Ergebnisse zur partizipativen Entwicklung digitaler Technologien für informell Pflegende und Sorgegemeinschaften vor.

eine Zeichnung zu PiTiPs
© graphicrecording.cool by Johanna Benz and Tiziana Beck

PiTiPS steht für „Partizipation und Co-Creation für innovative Technologien für informell Pflegende und Sorgegemeinschaften“. Im Mittelpunkt des Projekts steht die Frage, wie digitale Lösungen gemeinsam mit den Menschen entwickelt werden können, deren Alltag sie unterstützen sollen. Denn wer Angehörige pflegt oder Teil einer sorgenden Gemeinschaft ist, kennt die praktischen Anforderungen, Belastungen und Grenzen des Pflegealltags besonders gut.

Ein besonderer Schwerpunkt des Projekts lag auf der Zusammenarbeit mit dem Bürgerbeirat, der aus pflegenden Angehörigen bestand. Die Mitglieder brachten ihr Erfahrungswissen frühzeitig in den Entwicklungsprozess ein, diskutierten Anforderungen an digitale Technologien und spiegelten zurück, welche Lösungen im Alltag verständlich, zugänglich und sinnvoll sein können. Damit wurde Beteiligung als kontinuierlicher gemeinsamer Lern- und Entwicklungsprozess gestaltet.

Ergänzt wurde diese Arbeit durch sogenannte ReflAction Labs. In diesen Reflexions- und Arbeitsformaten kamen Mitglieder des Bürgerbeirats, Forschende und Technikentwicklerinnen zusammen. Gemeinsam wurde betrachtet, welche Annahmen in technische Entwicklungen einfließen, wie Beteiligung gelingen kann und welche Bedingungen notwendig sind, damit digitale Innovationen in der Pflege tatsächlich anschlussfähig werden.

Das Abschlusstreffen bot Raum, die Ergebnisse von PiTiPS gemeinsam mit weiteren Projekten der Förderbekanntmachung sichtbar zu machen. Nach der Begrüßung durch das Bundesministerium und die Koordination des Begleitprojekts wurden zunächst die Bürgerbeiräte gewürdigt. Anschließend stellten die beteiligten Projekte ihre Ergebnisse vor, darunter Pflegeschätze, Kraft-Copilot, MEAPP, Gesi-BK, QuartierpflegeApp und PiTiPS.

Am Nachmittag konnten die Teilnehmenden im Rahmen einer interaktiven Demonstratorausstellung die Ergebnisse der Verbundprojekte kennenlernen. Jedes Projekt war mit einem eigenen Stand vertreten und stellte dort seine Ergebnisse anschaulich vor. Viele der entwickelten Technologien konnten direkt ausprobiert werden. So wurde sichtbar, wie unterschiedlich digitale Lösungen für informell Pflegende und Sorgegemeinschaften gedacht, gestaltet und erprobt wurden.

Das GAT-Institut gestaltete gemeinsam mit Mitgliedern des Bürgerbeirats einen eigenen Stand. Für den Austausch wurden Diskussionsfragen auf Kärtchen vorbereitet. Interessierte Besucherinnen und Besucher konnten eine Frage ziehen und darüber direkt mit den pflegenden Angehörigen ins Gespräch kommen. Auf diese Weise wurde der zentrale Ansatz von PiTiPS auch im Ausstellungsformat erfahrbar: Technikentwicklung braucht den Dialog mit den Menschen, deren Alltag sie unterstützen soll.

Für das GAT-Institut war die Veranstaltung ein wichtiger Abschluss eines Projekts, das Forschung, Technikentwicklung und Alltagserfahrung eng miteinander verbunden hat. PiTiPS zeigt, dass digitale Innovationen in der Pflege dann besonders tragfähig werden, wenn sie an den Lebenswelten informell Pflegender ausgerichtet sind und deren Erfahrungswissen systematisch einbezogen wird.

Foto: M.A. Katja Knauthe
Dr. phil.
Katja Knauthe
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