Wie können Menschen auch im hohen Alter selbstbestimmt leben?
Wie gelingt Pflege unter den Bedingungen des demografischen Wandels?
Das Institut für Gesundheit, Altern, Arbeit und Technik erforscht und entwickelt innovative Lösungen für eine nachhaltige, menschenzentrierte Gestaltung von Altern, Pflege und Versorgung.
➡ Verbindung von Wissenschaft, Praxis und Technik
➡ Forschung mit gesellschaftlicher Wirkung
➡ Lösungen für Regionen, Organisationen und Menschen
Der demografische Wandel stellt Gesellschaft, Arbeitswelt und Versorgungssysteme vor grundlegende Herausforderungen. In Deutschland wird der Anteil der über 67-Jährigen bis 2035 auf rund 22 Millionen Menschenansteigen, während gleichzeitig die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter deutlich sinkt. Bereits heute leben über 5 Millionen pflegebedürftige Menschen in Deutschland – Tendenz weiter steigend. Gleichzeitig wird ein zunehmender Teil der Pflege durch Angehörige übernommen: Rund vier von fünf Pflegebedürftigen werden zu Hause versorgt, häufig parallel zu Erwerbstätigkeit und familiären Verpflichtungen.
Diese Entwicklungen verdeutlichen, dass Pflege nicht mehr ausschließlich als Aufgabe des Gesundheitssystems verstanden werden kann, sondern als gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Steigende Pflegebedarfe, Fachkräftemangel, veränderte Familienstrukturen sowie regionale Versorgungsunterschiede erfordern neue wissenschaftlich fundierte Lösungsansätze. Forschung im Bereich Altern und Pflege ist daher zentral, um nachhaltige Versorgungsmodelle zu entwickeln, Selbstständigkeit im Alter zu erhalten und soziale Teilhabe sowie Lebensqualität langfristig zu sichern.