Altern und Pflege

Ältere Dame sitzt im Stuhl und spricht mit einer Pflegerin
Foto: AdobeStock

Altern und Pflege zukunftsfähig gestalten

Wie können Menschen auch im hohen Alter selbstbestimmt leben?
Wie gelingt Pflege unter den Bedingungen des demografischen Wandels?

Das Institut für Gesundheit, Altern, Arbeit und Technik erforscht und entwickelt innovative Lösungen für eine nachhaltige, menschenzentrierte Gestaltung von Altern, Pflege und Versorgung.

➡ Verbindung von Wissenschaft, Praxis und Technik
➡ Forschung mit gesellschaftlicher Wirkung
➡ Lösungen für Regionen, Organisationen und Menschen

Warum das Thema wichtig ist

Der demografische Wandel stellt Gesellschaft, Arbeitswelt und Versorgungssysteme vor grundlegende Herausforderungen. In Deutschland wird der Anteil der über 67-Jährigen bis 2035 auf rund 22 Millionen Menschenansteigen, während gleichzeitig die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter deutlich sinkt. Bereits heute leben über 5 Millionen pflegebedürftige Menschen in Deutschland – Tendenz weiter steigend. Gleichzeitig wird ein zunehmender Teil der Pflege durch Angehörige übernommen: Rund vier von fünf Pflegebedürftigen werden zu Hause versorgt, häufig parallel zu Erwerbstätigkeit und familiären Verpflichtungen.

Diese Entwicklungen verdeutlichen, dass Pflege nicht mehr ausschließlich als Aufgabe des Gesundheitssystems verstanden werden kann, sondern als gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Steigende Pflegebedarfe, Fachkräftemangel, veränderte Familienstrukturen sowie regionale Versorgungsunterschiede erfordern neue wissenschaftlich fundierte Lösungsansätze. Forschung im Bereich Altern und Pflege ist daher zentral, um nachhaltige Versorgungsmodelle zu entwickeln, Selbstständigkeit im Alter zu erhalten und soziale Teilhabe sowie Lebensqualität langfristig zu sichern.

Unsere Kompetenzen

Unsere Forschung verbindet:

  • Gerontologie und Altersforschung
  • Pflege- und Gesundheitswissenschaft
  • Arbeits- und Organisationsforschung
  • Technikentwicklung und Digitalisierung
  • Transfer in Kommunen, Einrichtungen und Unternehmen

Wir entwickeln wissenschaftlich fundierte und zugleich praxistaugliche Lösungen für reale Herausforderungen im Pflegealltag.

Was das GAT besonders macht:

  • interdisziplinäre Forschung
  • enge Zusammenarbeit mit Praxispartnern
  • Beteiligung von Nutzer:innen
  • regionale Verankerung mit überregionaler Wirkung
     
Forschungsschwerpunkte

Selbstständigkeit im Alter stärken
Wir entwickeln Konzepte, die älteren Menschen ein möglichst langes selbstbestimmtes Leben ermöglichen.

Pflege nachhaltig organisieren
Analyse regionaler Versorgungsstrukturen, neuer Pflegearrangements und zukünftiger Fachkräftebedarfe.

Angehörige und Pflegeberufe unterstützen
Forschung zu Belastungen, Vereinbarkeit und neuen Unterstützungsformaten.

Technik sinnvoll einsetzen
Digitale Lösungen werden nicht technikgetrieben, sondern menschenzentriert entwickelt und bewertet.

Projekte am GAT

WELL CARE Logo
WELL CARE
WELL CARE entwickelt gesundheitsfördernde und vernetzende Unterstützungsansätze für pflegende Angehörige, um dessen Resilienz zu stärken und die Versorgungssicherheit zu unterstützen.
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Alterperimentale Logo
Alterperimentale – Praxisforschungsstelle Görlitz:
Die Praxisforschungsstelle Görlitz dient als partizipativer Praxisforschungsraum, in dem innovative Unterstützungs- und Technologielösungen gemeinsam mit älteren Menschen alltagsnah erprobt und weiterentwickelt werden.
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AAL-Logo
AAL-Labor Görlitz
Im AAL-Labor werden assistive Technologien und Smart-Home-Anwendungen unter realitätsnahen Bedingungen getestet, um ihre Alltagstauglichkeit, Akzeptanz und Wirkung im Pflege- und Wohnkontext zu evaluieren.
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