Klimawandel, Gesundheit und Altern

Die Hände einer älteren Dame halten eine kleine Weltkugel
Foto: AdobeStock

Klimawandel trifft alternde Gesellschaft

Klimawandel und demografischer Wandel gehören zu den größten gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Steigende Temperaturen, Extremwetterereignisse und veränderte Umweltbedingungen wirken sich zunehmend auf Gesundheit, Pflege und Lebensqualität aus — besonders für ältere Menschen.

Das Institut für Gesundheit, Altern, Arbeit und Technik erforscht, wie Gesellschaft, Versorgungssysteme und Technologien an diese Veränderungen angepasst werden können. Ziel ist es, Gesundheit zu schützen, Resilienz zu stärken und nachhaltige Lebens- und Arbeitsbedingungen im Alter zu gestalten.

Warum das Thema wichtig ist

Der Klimawandel ist nicht nur eine ökologische, sondern zunehmend eine gesundheitliche und soziale Herausforderung.

  • Ältere Menschen reagieren besonders empfindlich auf Hitze, Umweltbelastungen und Extremereignisse.
  • Gleichzeitig wächst der Anteil älterer Menschen in Europa kontinuierlich.
  • Gesundheitssysteme und Pflege müssen sich parallel an beide Entwicklungen anpassen.

Die Verbindung von Klimawandel, Gesundheit und Altern wird daher zu einem zentralen Zukunftsthema für Kommunen, Versorgungseinrichtungen und Politik. Forschung ist notwendig, um präventive Strategien zu entwickeln und gesundheitliche Risiken frühzeitig zu reduzieren.

Projekte am GAT

Cobot²
Im Forschungsprojekt Cobot² entwickeln die HSZG-Institute ZIRKON, IPM und GAT ein System mit kollaborativen Robotern (Cobots), das Pflegekräfte in Krankenhäusern und Pflegeheimen entlasten soll. Die Roboter übernehmen unterstützende Aufgaben wie das sichere Aufnehmen, Analysieren und Sortieren medizinischer Abfälle, wodurch das Verletzungsrisiko sinkt und mehr Zeit für die direkte, menschenzentrierte Pflege bleibt. Gleichzeitig sollen mehr Materialien in stationären Pflegeeinrichtungen recycelt und in eine Kreislaufwirtschaft überführt werden, was Ressourcen schont und langfristig Kosten senken kann. Es wird untersucht, wie diese Prozesse am sinnvollsten in die alltägliche Pflegepraxis auf Station integriert werden kann, ohne eine zusätzliche Belastung für das Pflegepersonal darzustellen. Dazu werden die Perspektiven, Bedürfnisse und Anforderungen von Pflegekräften an solch eines System in die Entwicklung einbezogen.
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