Beim Transferforum von futureSAX am 13. November 2025, der Innovationsplattform des Freistaates Sachsen, präsentierten Maria Fabisch vom GAT und ihr Saxony⁵-Kollege Lucas Wenzel die vielfältigen Transferaktivitäten der Hochschule Zittau/Görlitz. Die Veranstaltung fand in der modernen und offen gestalteten fabrik Chemnitz statt und bot den Teilnehmenden eine ideale Plattform für Austausch, Vernetzung und fachlichen Dialog.
Am Stand der Hochschule wurde anschaulich demonstriert, wie technologische Innovationen für ältere Menschen gestaltet werden können, sodass diese trotz möglicher Barrieren einen intuitiven und selbstbestimmten Zugang zur Digitalisierung erhalten. Ergänzend dazu wurden mehrere aktuelle Forschungs- und Transferprojekte vorgestellt, darunter das AAL-Labor und der Transfraum CELSIUZ, die mithilfe einer Virtual-Reality-Anwendung virtuell erkundet werden konnten. Dadurch erhielten Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, die Räumlichkeiten immersiv zu erleben und sich ein umfassendes Bild von deren Funktionsweise und Anwendungsbereichen zu machen. Ebenso wurde der EnerSTRIX-Demonstrator gezeigt – eine 3D-gedruckte Funktions- und Filtereinheit, die Funken löscht, Schadgase reduziert, Energie einspart, Live-Daten erfasst und für den Einsatz in der Batterieproduktion entwickelt wurde. Ergänzend wurden weitere Einblicke in die Forschungsaktivitäten des Instituts für Prozesstechnik, Prozessautomatisierung und Messtechnik (IPM) sowie des Zentrums für Innovation, Recht und Konversion (ZIRKON) gegeben.
Besonders in Erinnerung blieb der Impulsvortrag von Prof. Dr. Hans-Henning von Grünberg, Professur für Wissens- und Technologietransfer an der Universität Potsdam. Er verdeutlichte, warum Deutschland trotz seiner Rolle als starke Wissenschaftsnation im Transfer von Forschungsergebnissen in marktfähige Anwendungen noch ungenutztes Potenzial aufweist – insbesondere im sogenannten „Valley of Death“ auf den TRL-Stufen 4 bis 6, also genau in der Phase, in der aus wissenschaftlichen Erkenntnissen funktionsfähige Prototypen und Pilotanwendungen entstehen müssen.
Zu seinen zentralen Empfehlungen gehörten unter anderem verstärkte Anreize für die anwendungsnahe Forschung, eine gleichwertige Anerkennung von Transferleistungen im Rahmen wissenschaftlicher Reputation, ein stärkerer Fokus entsprechender Förderprogramme auf Validierung und Prototyping sowie die Anpassung von Promotionsordnungen und Transferprofessuren zur Einbeziehung praktischer Entwicklungsleistungen. Darüber hinaus betonte er die Notwendigkeit, hochschulnahe Start-ups und Forschungsteams noch enger miteinander zu verknüpfen.
Für Saxony⁵ unterstreicht das Forum einmal mehr, dass Forschung dann nachhaltige Wirkung entfaltet, wenn aus Ideen funktionsfähige Prototypen entstehen, diese in realen Anwendungsszenarien erprobt werden und gemeinsam mit Partnern den Weg in die breite Praxis finden.