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17. August 2026

MINT erleben, Grenzen verbinden

Hochschule Zittau/Görlitz stärkt Kooperation mit dem Liceum Og6Inoksztafeqce nr XIII im. Aleksandra Fredry aus Wrodaw

Nach der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen der Hochschule Zittau/Görlitz und dem Liceum Og6Inoksztafeqce nr XIII im. Aleksandra Fredry in Wrodaw nimmt die Zusammenarbeit weiter Gestalt an. Beim Besuch der Lehrerinnen Monika Gofdyn-Krul und Katarzyna Jörgen-Warkusz an der HSZG standen außerschulische MINT-Lernorte, grenzüberschreitende Bildungsformate und konkrete Schülerprojekte im Mittelpunkt.

Die Hochschule Zittau/Görlitz baut ihre deutsch-polnische Bildungszusammenarbeit weiter aus. Nachdem der Rektor, Prof. Dr.-lng. Alexander Kratzsch, und mgr Piotr Pitura, Schulleiter des Liceum Og6Inoksztafeqce nr XIII im. Aleksandra Fredry in Wrodaw, im Dezember 2025 im Deutschen Generalkonsulat in Wrodaw eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet hatten, folgte nun der nächste konkrete Schritt: Am 25. Juni 2026 besuchten Vertreterinnen des Liceums die Hochschule Zittau/Görlitz, um gemeinsame Lernformate und künftige Schülerbesuche vorzubereiten.

Ziel der Kooperation ist es, Schülerinnen und Schülern Einblicke in hochschulische Strukturen und Arbeitsformen zu ermöglichen, die deutsche Sprache und Kultur zu vermitteln sowie MINT-, Wirtschafts- und Tourismusthemen fachlich zu unterstützen. Geplant sind unter anderem Informations- und Lehrveranstaltungen, Workshops in Wrodaw und an der HSZG sowie gemeinsame Aktivitäten im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit.

Wir möchten die Menschen der Region aus Polen, Tschechien und Deutschland zusammenbringen. Dies ist wunderbar über die Schule, über die Wissenschaft, über das Studium und am Ende über die Wirtschaft möglich. Mit der Kooperation leisten wir einen Beitrag dazu, das europäische Herz weiter am Schlagen zu halten.

Prof. Dr.-lng. Alexander Kratzsch, Rektor der Hochschule Zittau/Görlitz

Vom Kooperationsvertrag zur konkreten Zusammenarbeit

Beim Besuch am 25. Juni 2026 standen die praktische Ausgestaltung der Kooperation und die Vorbereitung erster gemeinsamer Formate im Mittelpunkt. Empfangen wurden Monika Gofdyn-Krul und Katarzyna Jörgen-Warkusz, beide Lehrerinnen für Deutsch als Fremdsprache und Koordinatorinnen internationaler Austauschprogramme am 13. Liceum in Wrodaw.
Auf Seiten der HSZG nahmen unter anderem Rektor Prof. Dr.-lng. Alexander Kratzsch, Prorektorin Prof. Dr. Sophia Keil, Prof. Dr. Cezary Dzienis, Dr. Thomas Fester, Christian Tiller und lnna Hauf teil.

Zum Auftakt begrüßte Prof. Dr.-lng. Alexander Kratzsch die Gäste. Ziel des Treffens war es, die Schul-Hochschul-Kooperation weiter aufzubauen, konkrete Besuche zu planen und geeignete Lernformate zu entwickeln.

Die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung war ein wichtiges Signal. Jetzt geht es darum, die Zusammenarbeit mit Leben zu füllen. Junge Menschen sollen erleben, welche Studien- und Zukunftsperspektiven unsere Region bietet und wie europäische Zusammenarbeit ganz praktisch aussehen kann

Prof. Dr.-lng. Alexander Kratzsch, Rektor der Hochschule Zittau/Görlitz

Außerschulische Lernorte als Brücke zwischen Schule und Hochschule

Im Rahmen des Besuchs stellte die HSZG ihre Studienangebote, Forschungs- und Transferaktivitäten sowie ausgewählte außerschulische Lernorte vor. Dazu gehören unter anderem das Grüne Klassenzimmer, der Wind-/PV-Baum, der Makerspace und das DLR_School_Lab der HSZG. Die Hochschule präsentierte sich dabei als Lern-, Innovations- und Begegnungsort im Dreiländereck Deutschland, Polen und Tschechien.

Internationalisierung beginnt nicht erst mit dem Studium - sie beginnt dort, wo junge Menschen neugierig werden, gemeinsam lernen und entdecken, dass Grenzen keine Grenzen für Ideen und Chancen sein müssen. Mit der Kooperation mit dem 13. Liceum aus Wrodaw schaffen wir genau solche Begegnungsräume und begleiten junge Talente früh auf ihrem Weg in Wissenschaft und Zukunft.

Prof. Dr. Sophia Keil, Prorektorin für Forschung, Transfer und Internationalisierung

Die Lage der Hochschule im Dreiländereck bietet dafür besondere Voraussetzungen. Als Teil eines grenzüberschreitenden Innovationsökosystems verbindet die HSZG Bildung und Forschung mit europäischen Zukunftsthemen wie Hightech, Energiewende, MINT-Bildung und regionaler Entwicklung.

Konkrete Ideen für gemeinsame Schülerprojekte

Die Gäste besichtigten ausgewählte außerschulische Lernorte auf dem Campus der Hochschule in Zittau. Anschließend wurden im DLR_School_Lab konkrete Ansätze für die zukünftige Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern entwickelt. Diskutiert wurden unter anderem zwei jährliche Besuche des Liceums an der Hochschule, die Einbindung tri nationaler Formate sowie die Teilnahme an gemeinsamen Wettbewerben. Auch die Möglichkeit, erfolgreiche Formate wie

,,Make Your School" künftig in Wrodaw durchzuführen, wurde angedacht.

Naturwissenschaften und Technik werden besonders spannend, wenn man sie selbst erleben und aktiv gestalten kann. Deshalb setzen wir im DLR_School_Lab auf eigenständiges Experimentieren. Schülerinnen und Schüler lernen modernste Technologien kennen und trainieren wissenschaftliche Arbeitstechniken und Arbeitsweisen wie Beobachten, Messen, Dokumentieren, Auswerten und Schlussfolgern - Kompetenzen, die in Forschung und innovativen Industrieunternehmen unverzichtbar sind

Christian Tiller, wissenschaftlicher Mitarbeiter im DLR_School_Lab der HSZG und im Zukunftslernort Oberlausitz

Ein Schwerpunkt der Zusammenarbeit lag auf der Entwicklung experimenteller Lehr- und Lernformate mit deutschsprachigen Arbeitsaufträgen. Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten in Kleingruppen verschiedene Experimentierstationen des DLR_School_Lab. Sie lernen moderne naturwissenschaftliche Methoden und Technologien kennen, experimentieren eigenständig und vertiefen ihr Vorwissen aus dem Unterricht durch praxisorientiertes Arbeiten. Dabei erwerben sie grundlegende wissenschaftliche Arbeitstechniken und Arbeitsweisen, indem sie Beobachtungen dokumentieren, Messdaten erfassen und auswerten sowie ihre Ergebnisse kritisch interpretieren. Gleichzeitig erweitern sie ihre Sprachkompetenz und wenden naturwissenschaftliche und technische Fachbegriffe in deutscher Sprache an. Studierende der Hochschule Zittau/Görlitz begleiten die Schülerinnen und Schüler, unterstützen sie bei der Bearbeitung der Arbeitsaufträge und fördern den fachlichen Austausch. Als mögliche Lerninhalte wurden unter anderem Experimente zur Fluoreszenzmikroskopie, Kultivierung von Mikroorganismen, Photometrie und Dünnschichtchromatographie sowie zu Asteroiden, dem Mars und der Auswertung von Satellitendaten diskutiert.

Als konkrete Projektidee wurde unter anderem ein Workshop zum Thema Energie und Wasserstoff diskutiert. Vorgesehen wäre ein Format mit schulischer Vorbereitung, Vor-Ort-Erkundung im DLR_School_Lab, Interviews mit Expertinnen und Experten der Hochschule sowie kurzen Ergebnispräsentationen der Schülerinnen und Schüler.

Für unsere Schülerinnen und Schüler ist die Zusammenarbeit mit der Hochschule Zittau/Görlitz eine wertvolle Möglichkeit, Deutsch als Fremdsprache mit praktischen Erfahrungen in Wissenschaft und Technik zu verbinden. Besonders wichtig ist uns, dass die Jugendlichen die Region kennenlernen und erleben, welche Studien- und Zukunftsperspektiven sich hier eröffnen

Monika Gofdyn-Krul und Katarzyna Jörgen-Warkusz, Lehrerinnen des Liceum Og6Inoksztakqce nr XIII im. Aleksandra Fredry

Erster Schülerbesuch im Dezember geplant

Als nächster Schritt ist ein Besuch von Schülerinnen und Schülern des 13. Liceums an der HSZG für den 9. und 10. Dezember 2026 vorgesehen.

Damit entwickelt sich die im Deutschen Generalkonsulat in Wrodaw besiegelte Kooperation zu einer konkreten Schul-Hochschul-Zusammenarbeit. Durch gemeinsame Lernangebote, persönliche Begegnungen und praxisnahe MINT-Projekte werden Bildungswege über Grenzen hinweg sichtbar.

Die Hochschule Zittau/Görlitz stärkt damit ihre Rolle als Brückenbauerin im Dreiländereck und als attraktive Studien- und Forschungseinrichtung für junge Menschen aus der Region.

Foto: Prof. Dr. rer. pol. Sophia Keil
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