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17. August 2026

Gemeinsam für Wissenschaft und Talente in der Euroregion Neiße.

ACC-Koordinationstreffen an der HSZG: Gemeinsam mit ihren Partnerhochschulen aus Polen, Tschechien und Deutschland gestaltet die HSZG die Euroregion Neiße als grenzüberschreitenden Wissenschafts- und Innovationsraum.

Mit dem Koordinationstreffen des Academic Coordination Centre in the Euroregion Neisse (ACC) am 23. Juni 2026 unterstrich die Hochschule Zittau/Görlitz ihr Engagement für die Gestaltung einer gemeinsamen Wissenschafts- und Innovationsregion im Dreiländereck. Gemeinsam mit Partnerhochschulen aus Deutschland, Polen und Tschechien arbeitet die HSZG daran, grenzüberschreitende Kooperationen zu vertiefen, Talente zu fördern und die Innovationskraft der Euroregion Neiße nachhaltig zu stärken.

An der Hochschule Zittau/Görlitz kamen dazu die Koordinatorinnen und Koordinatoren des ACC zusammen. Vertreten waren die Technische Universität Liberec, die Wirtschaftsuniversität Breslau, Zweigstelle Jelenia Góra (Uniwersytet Ekonomiczny we Wrocławiu), das Internationale Hochschulinstitut Zittau der Technischen Universität Dresden (IHI Zittau/TUD), die Karkonosze University of Applied Sciences (Karkonoska Akademia Nauk Stosowanych) sowie die Hochschule Zittau/Görlitz. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen der grenzüberschreitenden Hochschulzusammenarbeit, neue Perspektiven für Talentgewinnung, Internationalisierung und regionale Innovationskraft sowie die Weiterentwicklung des ACC Journals.

Die Euroregion Neiße ist seit vielen Jahren ein lebendiger Raum des wissenschaftlichen, kulturellen und persönlichen Austauschs. Das ACC bietet hierfür eine wichtige Plattform, um Hochschulen und wissenschaftliche Einrichtungen aus Liberec, Jelenia Góra, Bautzen und Zittau/Görlitz miteinander zu vernetzen, gemeinsame Themen sichtbar zu machen und Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler über Ländergrenzen hinweg zu fördern.

Gerade hier in der Dreiländerregion zeigt sich, wie wertvoll stabile Partnerschaften zwischen Hochschulen sind. Wissenschaftliche Zusammenarbeit über Grenzen hinweg schafft Vertrauen, stärkt die Region und eröffnet jungen Menschen neue Perspektiven.

Prof. Dr.-Ing. Alexander Kratzsch, Rektor der Hochschule Zittau/Görlitz

Ein gutes Beispiel für erfolgreiche grenzübergreifende wissenschaftliche Zusammenarbeit war die Young Scientists Conference 2026 des ACC im April 2026.  Die Konferenz verlief sehr erfolgreich und verzeichnete die größte Beteiligung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler seit Jahren. Auch von der Hochschule Zittau/Görlitz stellten sechs Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler ihre wissenschaftlichen Arbeiten vor. Maria Zimmermann, Absolventin des Masterstudiengangs Management Sozialen Wandels der HSZG, belegte dabei den zweiten Platz unter 24 Teilnehmenden.

Die großen Herausforderungen unserer Zeit lassen sich nur gemeinsam lösen. Deshalb ist es so wichtig, dass Studierende, Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler sowie Forschende früh lernen, über Länder- und Disziplingrenzen hinweg zusammenzuarbeiten. Das ACC verbindet Menschen, Ideen und Kompetenzen – und stärkt damit nachhaltig die Innovationskraft unserer gesamten Euroregion.

Prof. Dr. Sophia Keil, Prorektorin für Forschung, Transfer und Internationalisierung der HSZG

Im Rahmen des Treffens wurden zudem aktuelle Aktivitäten der HSZG in den Bereichen Talentgewinnung, Internationalisierung und Halbleiterstrategie vorgestellt. Im Fokus stand die sogenannte „Talent Journey“, von der frühen MINT-Förderung im Rahmen des Projekts „Zukunftslernort Oberlausitz“ über die internationale Studienvorbereitung bis hin zu spezialisierten Studienprogrammen für Studierende, unter anderem mit Bezug zur Halbleiterindustrie. Die Aktivitäten der HSZG im Halbleiterbereich stießen bei den Teilnehmenden auf großes Interesse und zeigten eindrucksvoll, wie die Hochschule Zittau/Görlitz als Brücke zwischen Fachkräftesicherung, Standortattraktivität und wirtschaftlicher Vernetzung in der Dreiländerregion wirken kann.

Unsere Region lebt davon, dass wir Bildungswege gemeinsam denken, von der Schule über das Studium bis hin zu Forschung, Transfer und Berufseinstieg. Das ACC ist dafür ein wertvolles Netzwerk, weil es Menschen, Themen und Institutionen aus Polen, Tschechien und Deutschland miteinander verbindet.

Inna Hauf, Koordinatorin Internationalisierung im Prorektorat für Forschung, Transfer und Internationalisierung

Im Anschluss an das Koordinationstreffen erhielten die Gäste Einblicke in neu entstandene außerschulische Lernorte am Campus Zittau. Bei einer Campusführung besichtigten sie unter anderem das Grüne Klassenzimmer, den Makerspace, den Wind-/PV-Baum sowie das DLR_School_Lab der HSZG. Diese Lernorte zeigen beispielhaft, wie die Hochschule Bildung, Nachhaltigkeit, MINT-Förderung und regionale Vernetzung miteinander verbindet.

Das Treffen machte deutlich: Die Zusammenarbeit im Dreiländereck ist mehr als institutioneller Austausch. Sie ist ein wichtiger Beitrag zur Stärkung einer gemeinsamen Bildungs-, Wissenschafts- und Innovationsregion in der Euroregion Neiße.

Das Akademische Koordinierungszentrum in der Euroregion Neiße (ACC) unterstützt seit 1991 die grenzüberschreitende Hochschulbildung, Wissenschaft und Forschung im Sinne der europäischen Zusammenarbeit. Es vernetzt Partnerhochschulen in Deutschland, Polen und Tschechien, fördert gemeinsame Forschungs- und Bildungsaktivitäten sowie den Austausch mit weiteren Institutionen innerhalb und außerhalb der Euroregion.

Mit dem ACC JOURNAL, internationalen Studentensymposien, Fachseminaren, Workshops und Wettbewerben schafft das ACC Plattformen für wissenschaftlichen Austausch, interkulturellen Transfer, Mehrsprachigkeit sowie die Mobilität von Studierenden und Lehrenden. Ziel ist es, junge Talente zu fördern, kreative Forschungsansätze zu stärken und die Euroregion Neiße als gemeinsamen Wissenschafts- und Bildungsraum weiterzuentwickeln. 

https://acc-ern.tul.cz/de/ 

Foto: Prof. Dr. rer. pol. Sophia Keil
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