Institut für Gesundheit, Altern, Arbeit und Technik (GAT)

01. Dezember 2021

Hybride Gesundheits-IT auf dem Vormarsch

Das neu gestartete BMBF-Begleitforschungsprojekt "CoCre-HIT" fokussiert bedürfnisorientierte, digitale Anwendungen im Gesundheitswesen.


Teilnehmende am Projekttreffen von CoCre-HIT während eines Online-Meetings. Alle lächeln in ihre Kameras.
Screenshot: HSZG Die CoCre-HIT Partner*innen trafen sich im November erstmals zum gemeinsamen Austausch.

Digitale Anwendungen im Gesundheitsbereich besser mit den Bedürfnissen der Patienten und Patientinnen abgleichen: darum geht es in dem Begleitforschungsprojekt „CoCre-HIT“, welches durch das Bundesforschungsministerium mit knapp 1,5 Millionen EUR gefördert wird.

Die Abkürzung „CoCre-HIT“ steht für „Co-Creation und nachhaltige Partizipation in der Entwicklung hybrider Gesundheits-IT“. Es geht um zwei besondere Herausforderungen in der Entwicklung von Anwendungen für e-health und Telemedizin. Zum einen ist aktuell „Partizipation“ bzw. Patient*innen-Beteiligung in der Entwicklung digitaler Produkte ein großer Trend. Schaut man genau hin, wird allerdings häufig deutlich, dass Beteiligungsformate sehr unterschiedlich sind und von einigen wenigen Interviews bis tatsächlicher Mitsprachemöglichkeit variieren. Entsprechende Ansätze und Methoden zu systematisieren und aufzubereiten ist ein Teilziel von CoCre-HIT. Zum anderen stehen sogenannte „hybride“ digitale Systeme im Fokus, welche durch die aktuellen Pandemiebedingungen als vielversprechende Unterstützung von Kommunikation und Koordination im Gesundheitsbereich, aber auch für die Förderung von sozialer Teilhabe und Wohlbefinden für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen besonders unter Geboten der Kontaktbeschränkung erscheinen. Hybrid bedeutet in dem Sinne, dass IT-Systeme sowohl persönliche als auch online-Interaktionen gut unterstützen können sollen.

In den nächsten drei Jahren (2021-2024) wird CoCre-HIT die Entwicklung hybrider Gesundheits-IT in sieben durch das BMBF geförderten Technikentwicklungsprojekten begleiten und die Projekte in der Anwendung co-creativer und partizipativer Methoden unterstützen und begleiten.

person

Gemeinsam Dinge anschieben

In CoCre-HIT arbeiten Forschungs- und Umsetzungspartner aus relevanten Bereichen an der Schnittstelle zwischen beteiligungsorientierter Technik-, Gesundheits- und Alternsforschung zusammen:
 

  • Abt. Wirtschaftsinformatik / IT für die alternde Gesellschaft, Universität Siegen, (Vertr.-)Prof. Dr. Claudia Müller (Leitung)
  • Abt. Medien/ Digitale Gesundheit und intelligente Nutzerschnittstellen, Hochschule Düsseldorf (Prof. Dr. Alina Huldtgren)
  • Institut für Gesundheit, Altern, Arbeit und Technik, Hochschule Zittau/Görlitz (Prof. Dr. Andreas Hoff und Vertr.-Prof. Dr. Cordula Endter)
  • Bayerisches Zentrum Pflege Digital, Kempten (Prof. Dr. Johannes Zacher, Dr. Florian Fischer, Dr. Tobias Wöhrle, Barbara Weber-Fiori)
  • Institut für Gerontologische Versorgungs- und Pflegeforschung, Hochschule Ravensburg-Weingarten (Prof. Dr. Maik H.-J. Winter, Claudia Boscher)
  • SIBIS-Institut für Sozialforschung, Berlin (Dr. Sibylle Meyer)
  • Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik, St. Augustin (Prof. Dr. Stefan Decker, Elisabeth Stein)
  • Agentur Hühnergötter, Bonn (Corinna Ruppel)
  • Landeszentrum Gesundheit NRW (Gaby Schütte und Stefan Feuerstein)

Der Startschuss erfolgte Mitte November mit einem gemeinsamen Treffen aller Partner*innen, zu welchem Prof.*in Claudia Müller nach Siegen eingeladen hatte. Aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation war es erforderlich, kurzfristig zu einem hybriden Treffen überzugehen. Unbeabsichtigt wurde so das erste Projekttreffen ein Testfall für eine erfolgreich umgesetzte Zusammenarbeit in gemischter Form mit vor Ort- als auch online- Teilnehmenden.

format_quote

 „Gesundheit, das ist ein hohes Gut. Das zeigt uns gerade die Covid 19-Pandemie. Wie Technologien Menschen in den unterschiedlichsten Lebensaltern und Lebenssituationen in solchen Ausnahmesituationen unterstützen können, um Gesundheit und Lebensqualität zu fördern, darum geht es in dem Projekt CoCre-HIT. Unser Ziel im Institut für Gesundheit, Altern, Arbeit und Technik der Hochschule Zittau/Görlitz ist es, die Bedarfe älterer Menschen und ihrer Angehörigen in diesem Kontext sichtbar zu machen und dafür Sorge zu tragen, dass diese in der Entwicklung von Gesundheits-IT berücksichtigt werden.“

Vertr.-Prof. Dr. Cordula Endter

Ihre Ansprechperson

Dr. Cordula Endter
Dr.
Cordula Endter
Fakultät Sozialwissenschaften
Standort 02826 Görlitz
Furtstraße 2
Gebäude G I, Raum 2.08
+49 3581 374-4421

Kommende Veranstaltungen

01. Dezember 2021

Hybride Gesundheits-IT auf dem Vormarsch

Das neu gestartete BMBF-Begleitforschungsprojekt "CoCre-HIT" fokussiert bedürfnisorientierte, digitale Anwendungen im Gesundheitswesen.


Teilnehmende am Projekttreffen von CoCre-HIT während eines Online-Meetings. Alle lächeln in ihre Kameras.
Screenshot: HSZG Die CoCre-HIT Partner*innen trafen sich im November erstmals zum gemeinsamen Austausch.

Digitale Anwendungen im Gesundheitsbereich besser mit den Bedürfnissen der Patienten und Patientinnen abgleichen: darum geht es in dem Begleitforschungsprojekt „CoCre-HIT“, welches durch das Bundesforschungsministerium mit knapp 1,5 Millionen EUR gefördert wird.

Die Abkürzung „CoCre-HIT“ steht für „Co-Creation und nachhaltige Partizipation in der Entwicklung hybrider Gesundheits-IT“. Es geht um zwei besondere Herausforderungen in der Entwicklung von Anwendungen für e-health und Telemedizin. Zum einen ist aktuell „Partizipation“ bzw. Patient*innen-Beteiligung in der Entwicklung digitaler Produkte ein großer Trend. Schaut man genau hin, wird allerdings häufig deutlich, dass Beteiligungsformate sehr unterschiedlich sind und von einigen wenigen Interviews bis tatsächlicher Mitsprachemöglichkeit variieren. Entsprechende Ansätze und Methoden zu systematisieren und aufzubereiten ist ein Teilziel von CoCre-HIT. Zum anderen stehen sogenannte „hybride“ digitale Systeme im Fokus, welche durch die aktuellen Pandemiebedingungen als vielversprechende Unterstützung von Kommunikation und Koordination im Gesundheitsbereich, aber auch für die Förderung von sozialer Teilhabe und Wohlbefinden für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen besonders unter Geboten der Kontaktbeschränkung erscheinen. Hybrid bedeutet in dem Sinne, dass IT-Systeme sowohl persönliche als auch online-Interaktionen gut unterstützen können sollen.

In den nächsten drei Jahren (2021-2024) wird CoCre-HIT die Entwicklung hybrider Gesundheits-IT in sieben durch das BMBF geförderten Technikentwicklungsprojekten begleiten und die Projekte in der Anwendung co-creativer und partizipativer Methoden unterstützen und begleiten.

person

Gemeinsam Dinge anschieben

In CoCre-HIT arbeiten Forschungs- und Umsetzungspartner aus relevanten Bereichen an der Schnittstelle zwischen beteiligungsorientierter Technik-, Gesundheits- und Alternsforschung zusammen:
 

  • Abt. Wirtschaftsinformatik / IT für die alternde Gesellschaft, Universität Siegen, (Vertr.-)Prof. Dr. Claudia Müller (Leitung)
  • Abt. Medien/ Digitale Gesundheit und intelligente Nutzerschnittstellen, Hochschule Düsseldorf (Prof. Dr. Alina Huldtgren)
  • Institut für Gesundheit, Altern, Arbeit und Technik, Hochschule Zittau/Görlitz (Prof. Dr. Andreas Hoff und Vertr.-Prof. Dr. Cordula Endter)
  • Bayerisches Zentrum Pflege Digital, Kempten (Prof. Dr. Johannes Zacher, Dr. Florian Fischer, Dr. Tobias Wöhrle, Barbara Weber-Fiori)
  • Institut für Gerontologische Versorgungs- und Pflegeforschung, Hochschule Ravensburg-Weingarten (Prof. Dr. Maik H.-J. Winter, Claudia Boscher)
  • SIBIS-Institut für Sozialforschung, Berlin (Dr. Sibylle Meyer)
  • Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik, St. Augustin (Prof. Dr. Stefan Decker, Elisabeth Stein)
  • Agentur Hühnergötter, Bonn (Corinna Ruppel)
  • Landeszentrum Gesundheit NRW (Gaby Schütte und Stefan Feuerstein)

Der Startschuss erfolgte Mitte November mit einem gemeinsamen Treffen aller Partner*innen, zu welchem Prof.*in Claudia Müller nach Siegen eingeladen hatte. Aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation war es erforderlich, kurzfristig zu einem hybriden Treffen überzugehen. Unbeabsichtigt wurde so das erste Projekttreffen ein Testfall für eine erfolgreich umgesetzte Zusammenarbeit in gemischter Form mit vor Ort- als auch online- Teilnehmenden.

format_quote

 „Gesundheit, das ist ein hohes Gut. Das zeigt uns gerade die Covid 19-Pandemie. Wie Technologien Menschen in den unterschiedlichsten Lebensaltern und Lebenssituationen in solchen Ausnahmesituationen unterstützen können, um Gesundheit und Lebensqualität zu fördern, darum geht es in dem Projekt CoCre-HIT. Unser Ziel im Institut für Gesundheit, Altern, Arbeit und Technik der Hochschule Zittau/Görlitz ist es, die Bedarfe älterer Menschen und ihrer Angehörigen in diesem Kontext sichtbar zu machen und dafür Sorge zu tragen, dass diese in der Entwicklung von Gesundheits-IT berücksichtigt werden.“

Vertr.-Prof. Dr. Cordula Endter

Ihre Ansprechperson

Dr. Cordula Endter
Dr.
Cordula Endter
Fakultät Sozialwissenschaften
Standort 02826 Görlitz
Furtstraße 2
Gebäude G I, Raum 2.08
+49 3581 374-4421

Das Institut

Ziel des interdisziplinär arbeitenden Instituts ist die Erarbeitung von wissenschaftlichen Erkenntnissen und deren Transfer in die Praxis an der Schnittstelle von individuellen und gesellschaftlichen Alterungsprozessen zu Versorgungsstrukturen in Gesundheitswesen und Pflege. Im Fokus stehen die technischen und sozialen Möglichkeiten zur Unterstützung älterer Menschen, ihrer Angehörigen sowie des pflegerischen und medizinischen Personals in der ambulanten Versorgung und in stationären Einrichtungen.

Das Institut knüpft dabei an erfolgreiche fakultätsübergreifende Forschungskooperationen wie das vom Bundesforschungsministerium (BMBF) geförderte Projekt VATI – „Vertrauen in Assistenz-Technologien zur Inklusion älterer Menschen“ an. In dessen Verlauf wird die ältere Bevölkerung im Landkreis Görlitz zu bisherigen Erfahrungen mit technischen Hilfsmitteln zur Unterstützung einer selbständigen Lebensführung befragt. Es werden Barrieren bei der Inanspruchnahme solcher Technologien ermittelt und Wünsche einer zukünftigen Weiterentwicklung aufgenommen. Ergänzend wird ein Online-Technologie-Navigator für eine umfassende und neutrale Beratung zur Verfügbarkeit technischer Assistenzsysteme in der Region entwickelt.

Institutsgeschichte

Die Hochschule Zittau/Görlitz hat sich zum Ziel gesetzt, die anwendungsorientierte Forschung zu Fragestellungen rund um das Thema Altern, Gesundheit und technische Unterstützung in einem Forschungsinstitut zu institutionalisieren. Am 2. November 2016 fand die konstituierende Sitzung des Forschungsinstituts „Gesundheit, Altern und Technik“ (GAT) in Görlitz statt.

An der konstituierenden Sitzung in Görlitz nahmen ca. 25 Professor/innen und Mitarbeiter/innen der Hochschule teil, einschließlich der Hochschulleitung vertreten durch den Rektor, den Prorektor Forschung und die Kanzlerin.

Zu den wesentlichen Aufgabenfeldern des Institutes gehören Forschung in den eingangs genannten Themenfeldern, Ist-Analysen und die Generierung von Handlungsfeldern, sowie die Kooperation mit entsprechenden Praxispartnern. Zum interdisziplinären Anspruch des Instituts gehört auch der Wissenstransfer an und von Partnern aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft im In- und Ausland.

Prof. Dr. Hoff wurde einstimmig zum Institutsdirektor gewählt; Prof. Dr. Stöbel-Richter und Prof. Dr. Lässig wurden ebenso eindeutig zur stellvertretenden Direktorin bzw. zum stellvertretenden Direktor gewählt.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Zehn Hochschullehrer/innen und fünf Mitarbeiter/innen aus vier Fakultäten (Sozialwissenschaften, Management- und Kulturwissenschaften, Elektrotechnik und Informatik sowie Wirtschaftswissenschaften) entschieden sich im Verlauf der konstituierenden Sitzung zur Mitgliedschaft in GAT.

Das Institut „Gesundheit, Altern, Arbeit und Technik“ begrüßt die Zusammenarbeit mit Kollegen und Kolleginnen aller Fakultäten und Institute der Hochschule sowie mit interessierten Praxispartner/innen aus der Oberlausitz und darüber hinaus und ist jederzeit offen, mit interessierten Personen ins Gespräch zu kommen.

So wurde mit dem Direktor Instituts für Prozesstechnik, Prozessautomatisierung und Messtechnik (IPM), Prof. Dr. Alexander Kratzsch, eine enge Zusammenarbeit beider Institute in der Forschung vereinbart

description
room

Postanschrift

Hochschule Zittau/Görlitz
GAT Institut für Gesundheit, Altern und Technik
Brückenstraße 1
02826 Görlitz

Direktor

Foto: Prof. Dr. Andreas Hoff
Prof. Dr.
Andreas Hoff
Fakultät Sozialwissenschaften
Standort 02826 Görlitz
Furtstraße 2
Gebäude G I, Raum 1.12
+49 3581 374-3750

Stellvertretender Direktor

Foto: Prof. Dr. iur. Erik Hahn
Prof. Dr. iur. Dr. rer. medic.
Erik Hahn
Fakultät Wirtschaftswissenschaften und Wirtschaftsingenieurwesen
Standort 02763 Zittau
Schliebenstraße 21
Gebäude Z II, Raum 002
+49 3583 612-4619

Stellvertretender Direktor

Foto: Prof. Dr.-Ing. Jörg Lässig
Prof. Dr.-Ing.
Jörg Lässig
Fakultät Elektrotechnik und Informatik / Fachbereich Informatik
Standort 02826 Görlitz
Brückenstraße 1
Gebäude G II, Raum 108
+49 3581 792-5354

Stellvertretende Direktorin

Foto: Prof. Dr. phil. habil. Yve Stöbel-Richter
Prof. Dr. phil. habil.
Yve Stöbel-Richter
Fakultät Management- und Kulturwissenschaften
Standort 02826 Görlitz
Furtstraße 3
Gebäude G IV, Raum 2.05.4
+49 3581 374-4333

Sekretariat

B.A.
Jacqueline Förster
Institut für Gesundheit, Altern und Technik
Standort 02826 Görlitz
Parkstraße 2
Gebäude G VII, Raum 314
+49 3581 374-4373
keyboard_arrow_up
keyboard_arrow_up